Willi Konrad

Zwar spielte Dynamo Dresden nur vier Jahre in der Bundesliga, aber allein darüber könnte man Bücher füllen. Grund heute einmal einen Funktionär aus dieser Epoche vorzustellen, der schon vor seiner Dresdner Episode kein Unbekannter in der Bundesliga war. Es handelt sich um Willi Konrad, seines Zeichens 1971 Geschäftsführer der Kickers Offenbach und in dieser Funktion mit in den Bundesligaskandal verwickelt.

Willi Konrad

Willi Konrad

Es war Konrad, der 1971 der Frau von Kölns Keeper Manglitz einen Geldkoffer übergab. Die konspirative Übergabe fand auf einem Autobahnrasthof statt und war sicher filmreif. Juristisch belangt wurde Konrad allerdings nicht und blieb dem Fussball somit als Funktionär erhalten. Er baute eine renommierte Spielervermittlung auf und folgte 1995 seinem guten Freund Rolf-Jürgen Otto nach Dresden. Er bekleidete dort die Position des technischen Direktors. Zusammen mit Otto verwickelt er die SGD in dubiose Geschäfte. Die Vorwürfe lauten Veruntreuung und Bereicherung an Spielertransfers in sechstelliger Höhe. Konrad dürfte in Dresden für immer eine Persona non Grata sein. Ein Sinnbild für den windigen Wessi, der sich aus den Taschen der naiven Ossis bereichert hat.

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