Vahid Hashemian

Der Hubschrauber gab im Juli 2012 bekannt in Zukunft nicht mehr zu starten. 16 Jahre Lufthoheit im gegnerischen Strafraum sind dem 50fachen iranischen Nationalspieler genug. Nun möchte der Stürmer zumindest temporär wieder nach Deutschland zurückkehren und seiner B-Lizenz von 2008 die Trainer-A-Lizenz folgen lassen. Der Weg zurück auf bzw. neben den Fußballplatz ist also nahezu vorgezeichnet.

In Deutschland hatte der von Pas Teheran 1999 nach Hamburg gewechselte Stürmer einige erfolgreiche Jahre. Bei seiner ersten Station an der Elbe konnte er sich allerdings noch nicht so recht durchsetzten. Erst der Wechsel in die 2.Bundesliga zum VfL Bochum machte den Hubschrauber, wie er aufgrund seiner Kopfballstärke genannt wurde, zum Stammspieler. 2001/02 trug mit acht Toren zum Wiederaufstieg der Ruhrstädter bei. Unter Peter Neururer folgten zwei weitere erfolgreiche Jahre im Fußball-Oberhaus mit 10 bzw. 16 Saisontoren. Eine Bilanz, die das Interesse von Bayern München weckte, wo er sich gegen starke Konkurrenz im Angriff jedoch nicht behaupten konnte. Nach nur einem Jahr wechselte der Iraner mit drei Titeln im Gepäck (Meister, Pokalsieger und Ligacup-Gewinner) zu Hannover 96.

Vahid Hashemian

Vahid Hashemian © faz.net

An der Leine startete der Hubschrauber wieder wesentlich häufiger (80mal in drei Spielzeiten), mit aber nur acht Toren (saisonübergreifend) bleib der Millioneneinkauf hinter den Erwartungen zurück. So wunderte es kaum jemanden, dass sein gut dotierter Vertrag nach drei Jahren nicht verlängert wurde. Hashemian kehrte nun nach Bochum zurück, wo er wieder an alte Erfolge anknüpfen wollte. Doch vom einstigen Torgaranten war nach seiner Rückkehr auch in Bochum wenig zu sehen. Zum unumwundenen Stammspieler reichte es ebenso beim VfL nicht mehr. Sein zweites und letztes Vertragsjahr endete mit dem Abstieg in die 2.Bundesliga, ausgerechnet vom Ex-Club Hannover 96 dorthin geschossen.

Vahid Hashemian kehrte nun in den Iran zurück, um noch zwei Jahre für den Traditionsclub Persepolis die Stiefel zu schnüren. An seinem 36.Geburtstag am 21.07.2012 erklärte der Stürmer sein Karriereende zugunsten des Erwerbs der deutschen Trainer-A-Lizenz. Wo seine Zukunft liegt, ob in Deutschland, dem Iran oder ganz anderswo, wird sich zeigen. Als ehemaliger Musterprofi kann Hashemian zukünftigen Spielern auf jeden Fall die richtigen Werte vorleben.

Bildquelle: http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-bundesliga-ganz-bochum-geniesst-paul-freier-182831.html

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