Horst-Dieter „Eisenfuß“ Höttges

Die Werder-Karriere von Horst-Dieter Höttges begann gleich mit seinem größten Vereinserfolg. Der von Borussia Mönchengladbach aus der Regionalliga gekommene Verteidiger konnte 1965 die deutsche Meisterschaft an der Weser bejubeln. Das wäre 1968 beinahe noch ein zweites Mal gelungen, Höttges und Werder mussten sich allerdings mit der Vizemeisterschaft begnügen. Von 1968 an spielte der eisenharte Defensivspezialist weitere 10 Jahre bei Werder Bremen, die aber für seine Mannschaft weniger erfolgreich waren.

Horst-Dieter „Eisenfuß“ Höttges

Horst-Dieter Eisenfuß Höttges © ndr.de

Oft ging es in den Siebzigern gegen den Abstieg, doch „Mit mir steigt Werder nicht ab“ betonte der Verteidiger stets und sollte damit nicht zu viel versprechen. Erst zwei Jahre nach seinem Karriereende (1980) trat Werder Bremen den Gang in die zweite Bundesliga an. Wäre Höttges in jener Abstiegssaison nochmal reaktiviert worden und hätte seinen 420 Spielen für Werder weitere folgen lassen, wäre man vielleicht nicht abgestiegen. Jedenfalls glaubt man das gern an der Weser und schmeichelt damit natürlich diesem treuen und verlässlichen Urgestein. Tatsächliche Versuche ihn nochmal als Libero und Abwehrstabilisator zu gewinnen, scheiterten aus formalen Gründen. Denn Höttges war zwar noch Werder-Spieler, aber das bei den Amateuren und dort festgespielt.

Seine Nationalmannschaftskarriere endete bereits 1974, mit seiner dritten und letzten WM-Teilnahme. Als einer der wenigen regelmäßig eingesetzten Spieler, die nicht bei Bayern oder in Mönchengladbach unter Vertrag standen, feierte Höttges den Gewinn der Europameisterschaft 1972 und den der Weltmeisterschaft 1974. Bei der WM 1974 machte Horst-Dieter Höttges sein letztes von 66 Länderspielen. Ausgerechnet jenes Spiel gegen die DDR, welches 0:1 verloren ging und dessen Gegentor er gegen Sparwasser verschuldete.

Höttges, der Eisenfuß, blieb seinen nationalen und internationalen Gegenspielern als einer ihrer unangenehmster Gegenüber in Erinnerung. Werder Bremen und dem Fußball blieb er noch als Jugendtrainer und Spieler von Traditionsmannschaften erhalten.

Bildquelle: http://www.ndr.de/sport/fussball/werder1792.html

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