Hans Walitza

Sie nannten ihn den Gerd Müller des Westens. Hans Walitza war beim VfL Bochum der Torjäger vom Dienst und mit seinen Toren Garant für den Aufstieg in die Bundesliga und den mehrfachen Verbleib darin. Bei Walitza handelt es sich um ein echtes Kind des Kohlenpotts. Er wurde 1945 in Mülheim an der Ruhr geboren und kickte dort täglich auf der Straße und später im Verein (VfB Speldorf). 1965 lockte der große Essener TB Schwarz-Weiß den Stürmer aus Mülheim weg. Am Uhlenkrug bestach der junge Angreifer durch einen strammen Schuss, ständige Torgefahr, Einsatzwillen und sein Kopfballspiel.

Hans Walitza

Hans Walitza © glubberer.de

Nach 100 Spielen und 48 Toren wechselte Walitza zum ambitionierteren Ligarivalen VfL Bochum. Dort gelangen ihm in 69 Regionalligaspielen bemerkenswerte 59 Tore und im zweiten Anlauf stieg der VfL in die Bundesliga auf. Auch in Deutschlands Profiliga arbeitete der Stürmer weiterhin hart an sich und machte weiterhin seine Tore (53 in 99 Spielen). Mit seinen konstant starken Leistungen im VfL-Dress wurden die Begehrlichkeiten von Bayern München und Feyenoord Rotterdam geweckt. Angeblich soll sogar Real Madrid wegen des Vollblutstürmers beim Bochumer Präsidenten angefragt haben. Aber Ottokar Wüst wies alle Interessenten ab. Walitza war unverkäuflich!

Bis dann doch eines Tages die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben in Bochum zu groß wurde und man dringend Geld benötigte. Nun nahm Wüst das erstbeste gute Angebot und jenes kam vom Zweitligisten 1.FC Nürnberg. Die Franken überwiesen rekordverdächtige 666.000 DM an die Ruhr und fortan ging Hans Walitza an der Pegnitz auf Torejagd. In seinen drei ersten Nürnberger Jahren wurde der Stürmer zu Mr. Triple 21. Dreimal in Folge 21 Saisontreffer für den 1.FCN , aber auch dreimal am Ziel Aufstieg gescheitert. Erst im vierten Anlauf gelang Walitza mit dem Club der Wiederaufstieg in die 1.Bundesliga.

Walitza war es, der im Relegationshinspiel das Tor des Tages gegen Rot-Weiß Essen schoß. Und Walitza war es, der im Rückspiel an der Hafenstraße das erste von zwei Nürnberger Toren beim 2:2 erzielte. Er war zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Aufstiegshelden geworden. Zurück in der Liga der Top 18, ließ der Torjäger aus dem Kohlenpott seine Laufbahn mit 9 torlosen Bundesligaspielen ausklingen.

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