Hans-Peter Lehnhoff

Hans-Peter Lehnhoff wurde am 12.Juli 1963 kurz vor dem Start der ersten Bundesligasaison geboren. 21 Jahre später sollte der Mariadorfer (bei Aachen) unweit von daheim beim 1.FC Köln in dieser Liga debütieren. Gleich in seiner ersten Saison, noch als Angreifer, bestritt Lehnhoff alle 34 Spiele für seinen neuen Club. Auch die kommenden beiden Spielzeiten, mittlerweile im FC-Mittelfeld zu Hause, war der Mann mit der blonden Mähne unumstrittener Stammspieler. Sein viertes Jahr bei den Geißböcken, endete allerdings nach nur drei Spielen. Der FC Antwerpen aus Belgien konnte den UEFA-Pokalfinalisten von 1986 (unterlegen gegen Real Madrid) zusammen mit Teamkamerad Ralf Geilenkirchen an die Schelde locken.

In Belgien wollte der älteste Fußballclub des Landes wieder an vergangene Erfolge anknüpfen, was ab 1987 mit der deutschen Mittelfeldverstärkung vielversprechend begann. In der Saison 87/88 wurde man sogleich Herbstmeister und beendete die Spielzeit als Tabellendritter, wodurch man sich für den UEFA-Cup qualifizierte. Es sollten weitere Platzierungen im oberen Tabellendrittel folgen in den kommenden Jahren, doch der ganz große Wurf (die 5.Meisterschaft) bleib aus. Dafür durfte Lehnhoff 1992 den 2.Pokalsieg des Royal FC in Antwerpen feiern.

Hans-Peter Lehnhoff

Hans-Peter Lehnhoff © fc-koeln.de

Der Titel berechtigte für die Teilnahme im Europapokal der Pokalsieger, wo man in der folgenden Saison bis ins Finale vordringen konnte. 3:1 musste man sich allerdings gegen den AC Parma im Londoner Wembley-Stadion geschlagen geben. Ein Jahr später verabschiedete sich Lehnhoff aus Belgien und heuerte wieder in Bundesliga an. Bei Bayer Leverkusen reichte es auch auf Anhieb für einen Stammplatz neben Größen wie Rudi Völler, Ulf Kirsten, Paulo Sergio und Bernd Schuster. Auf einen akzeptablen 7.Platz 1994/95 folgte 1995/96 ein bitterer Abstiegskampf. Erst am letzten Spieltag konnte man sich im direkten Duell gegen die andere Negativüberraschung der Saison, den 1.FC Kaiserslautern, durchsetzen und hielt die Klasse.

Dieser harten Saison folgten wieder gute Jahre und Flankengott Hans-Peter Lehnhoff wurde 1997 und 1999 zweimal Vizemeister mit Bayer Leverkusen. Dazwischen ordnete man sich 1998 als Dritter hinter dem Aufstieger Kaiserslautern und den Bayern aus München ein. Nach der zweiten Vizemeisterschaft sattelte Lehnhoff um und ging als Routinier in die 2.Mannschaft von Bayer 04. Dort hatte er 36jährig mit den jungen Wilden noch ein tolles Jahr, ehe er den Betreuerstab der Leverkusener verstärkte. Mit nahezu täglichem Training und regelmäßigen Einsätzen in der Bayer-Traditionself hielt sich Lehnhoff weiterhin fit. So war es 2005 auch kein Problem für ihn erneut für zwei Ligaspiele bei Bayer II auszuhelfen und 2011 nochmal ein Comeback in der 1.Mannschaft beim Testspiel gegen den FC Remscheid zu feiern. Auch mit fast 50 Jahren kann Lehnhoff noch präzise Flanken schlagen und konditionell mithalten. Der Mann ist einfach Sportler durch und durch und steht auch bei -18°C in Trondheim als Betreuer mit kurzen Hosen am Spielfeldrand.

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