Florin Raducioiu

Es hat den Anschein als würden rumänische Fußballer großartige Groundhopper abgeben, so viele Länder und Stadien wie viele von ihnen in ihrer Karriere sehen. Noch vor Landsmann Gheorge Popescu schaffte Florin Raducioiu den so genannten Grand Slam des europäischen Fußballs. Der Stürmer aus Bukarest spielte in den vier größten Ligen des Kontinents und schaffte somit als Erster dieses Kunststück.

Nach den Anfangsjahren bei Dinamo Bukarest profitiert der junge Raducioiu vom Fall des Eisernen Vorhangs und machte sich auf ins Lire-Paradies Italien. In der Serie A hießen seine Stationen zunächst AS Bari (30 Spiele, 5 Tore) und Hellas Verona (30/2), sowie Brescia Calcio (29/13). Nachdem ihm in seiner dritten Saison in Italien endlich der Durchbruch gelang, sicherte sich der AC Milan den rumänischen Nationalstürmer. Bei diesem Top-Club konnte er sich allerdings nur siebenmal auf dem Feld zeigen. Dennoch darf der Stürmer sich natürlich durch dieses einjährige Gastspiel Italienischer Meister und Champions League Sieger nennen.

Florin Raducioiu

Florin Raducioiu

1994 spielte Florin Raducioiu eine starke WM mit Rumänien und empfahl sich dadurch für einen Vertrag bei Espanyol Barcelona. Nach vier Jahren Italien in vier Mannschaften, hieß das neue Ziel Spanien. In der Primera Divison kam der Angreifer auf 30 Spiele und neun Tore im ersten Jahr. In der zweiten Saison spielte er nur noch 16mal (5 Tore) für Espanyol und entschied sich nach der EM 1996 gleich in England zu bleiben. Er heuerte bei West Ham United an, wurde dort aber nicht glücklich. Nach Problemen mit Trainer Harry Redknapp kehrte Raducioiu schon im Winter 96/97 nach Barcelona zurück.

Zurück in Spanien gelangen ihm bei seinen zehn Rückrundeneinsätzen immerhin fünf Tore. Im Transfersommer 1997 schlug nun der VfB Stuttgart zu und verpflichtete den Rumänen, um die Lücke zu schließen, die der Abgang von Giovane Elber zu Bayern München im VFB-Angriff hinterließ. Gelungen ist ihm das mit vier Treffern in 19 Einsätzen nur mäßig. Dennoch war er nun ein Rekordhalter. Er spielte als erster Fußballer in allen vier europäischen Top-Ligen. Und als hätte er geahnt, dass Landsmann Popescu und drei weitere Kicker in der immer weiter globalisierten Fußballwelt nachziehen würden, baute der kluge Raducioiu vor. Über Ex-Club Brescia und Heimatverein Dinamo Bukarest, wechselte der 40fache Nationalspieler und zweimalige WM-Teilnehmer 2001 zum AS Monaco. Nun hatte er auch noch in fünftbesten Liga Europas gekickt. Diesen Rekord konnte ihm bisher keiner streitig machen.

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