Dame Diouf

Wie viele Fussballer aus dem Senegal, schaffte auch Diouf den Sprung nach Europa über Frankreich. Doch beim Ausbildungsverein Stade Rennes gelang Diouf nicht der Aufstieg zu den Profis und so ließ er sich auf das Abenteuer Deutschland ein. Im Saarland schnürrte er zunächst die Fussballschuhe für den Ex-Bundesligisten FC 08 Homburg. Es gelang ihm beim damaligen Drittligisten sein Talent als Abwehrspieler aufblitzen zu lassen und nach drei Spielzeiten in der Regionalliga West/Südwest, wechselte Dame Diouf 1999 in die Regionalliga Nord zum SV Wilhelmshaven. Dort konnte er sich binnen einer Saison in den Fokus der Werder-Scouts spielen und trug folglich ab 2000 das W auf dem Trikot.

Über den Amateurstatus kam Diouf bei Werder allerdings nicht hinaus und selbst für einen uneingeschränkten Stammplatz in der Regionalliga reichte es nicht. Dennoch verpflichtete ihn 2001 der Zweitligist Hannover 96 und im Team von Ralf Rangnick konnte sich der Senegalese überraschend einen Stammplatz in der Innenverteidigung erobern. Er zog mit den Roten einsam seine Bahnen an der Tabellenspitze und stieg 2002 in die 1.Bundesliga auf (Seine Bilanz: 26 Spiele, 5 Tore).

Während man ihm bei Werder noch die Bundesligatauglichkeit absprach, erfüllte sich nun doch Dioufs großer Traum von der Beletage des deutschen Fussballs. Dass Diouf dort nur auf sechs Einsätze kam, lag daran, dass er am 8.Spieltag Dortmunds Sebastian Kehl in den Würgegriff nahm und auf die Rote Karte vier Wochen Sperre folgten. Als dann noch im Januar 2003 das Kreuzband riss, verlor Diouf gänzlich den Anschluss.

Diouf ging nach Osnabrück und konnte sich im Zweitligakader des VfL nicht durchsetzen. Er ging zum SV Wehen und konnte sich im Drittligakader der Taunussteiner nicht durchsetzen. Er ging zum VfB Hüls und konnte sich in der viertklassigen Oberliga Westfalen nicht durchsetzen. Der Rettungsanker sollte nun wieder Hannover werden. Allerdings nicht 96, sondern Viertligist Arminia verpflichtete 2007 Diouf und der Senegalese spielte ein gutes Halbjahr für die Blauen. Unglücklicherweise wurde seinem Arbeitgeber zum Saisonende die Oberligalizenz entzogen und Diouf konnte den Klassenverbleib nur durch einen Wechsel zum KSV Holstein sichern. Nach einem halben Jahr Dasein als Ergänzungsspieler, wechselte Diouf schon im Januar 2008 zum Ligarivalen SV Meppen und auch da war wieder nach einem halben Jahr Schluss.

Über den SV Jahn Regensburg II landete Diouf 2009 schließlich beim damaligen Siebtligisten FC Kempten und kämpfte heuer erfolglos gegen den Abstieg aus der Achtklassigkeit. Sollte er nicht wechseln oder seine Fussballschuhe 33jährig an den Nagel hängen, heisst die Realität 2011/12 Kreisliga. Sicher bemerkenswert für jemanden, dem die 96-Fans in der Bundesliga vor neun Jahren noch einen eigenen Anfeuerungsruf widmeten.

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